Auf Betreiben des Gründungsmitglieds des Vereins, Hans Schuhmann, wurde nach monatelangen Vorarbeiten am 1. Juni 1932 die TA unter der Bezeichnung "Tennisclub Ottobrunn im Turnverein Neubiberg-Ottobrunn" als "enger Verband innerhalb des Vereins" ins Leben gerufen. Die autonome TA bildete einen nicht rechtsfähigen Verein innerhalb des sogenannten "Hauptvereins`. Die Urkunde, in der die eigentliche Gründung der TA und die Vorschriften über die Selbstverwaltung niedergelegt wurde, trägt die Unterschriften des damaligen Vorstandsvorsitzenden Hans Kandler und des ersten Leiters der TA Josef Berger. Als Gründungsmitglieder der TA traten 28 Vereinsangehörige auf.
Noch im Jahre 1932 wurde an der NW-Ecke des vereinseigenen Turnplatzes in Ottobrunn, dort wo sich heute das Anwesen Jahnstraße 9/11 befindet, auf Kosten der TA
ein Tennisplatz errichtet, damals die erste Tennisanlage eines Vereins im SO-Raum
von München. Im Jahr 1933 stellte die TA aufgrund eines Beschlusses der Generalversammlung vom 08.04.1933 neben dem Tennisplatz eine "Clubhütte" auf. Bei der vorgenannten Versammlung wurde u.a. auch noch beschlossen, daß die TA im Turnrat von 3 Mitgliedern vertreten wird und daß sie einen weiteren Tennisplatz anlegen darf. Dieser damals geplante 2. Platz wurde jedoch nicht gebaut.
![]() |
|
![]() |
|
Nachdem im Spätsommer 1954 ein Unwetter den sog. "alten Platz" verwüstet hatte, entschloß sich der damalige Abteilungsleiter Kurt Schlegel, diesen Platz aufzugeben und im Anschluß an die beiden 1949 errichteten Plätze einen 3. Platz anzulegen.

Dieser Platz wurde am 16. 07. 1955 mit einem Clubkampf gegen den Münchner SO 1901 eingeweiht. Ein Jahr später, vom 10. bis 12. August 1956, wurden auf dieser erweiterten Anlage die Oberbayerischen Bezirksmeisterschaften ausgetragen. Im Herbst 1959 konnte die TA die von W. Hofer durch Um- und Ausbau der ehemaligen Turnhalle geschaffene Gaststätte ernehmen und in den Jahren 1960/61 - hauptsächlich durch Eigenleistungen - zum Vereinsheim II umgestalten. Der nördlich der Jahnstraße gelegene Teil des ehemaligen Turnplatzes mit dem "alten Platz" war im Jahr 1959 veräußert und ein Teil des Erlöses von der Vereinsleitung der TA zum Ausbau des Heimes zur Verfügung gestellt worden.

In der Folgezeit beteiligte sich die TA alljährlich an den Mannschaftswettbewerben des BTV-Bezirks Oberbayern und errang dabei beachtliche Erfolge. So konnte z.B. die Senioren-Mannschaft (Horst Fricke. Willi Summer, Kurt Schlegel, Hans Joachim Theuerjahr, Karl Wismeth) in den Jahren 1961. 1964 und 1965 jeweils Bezirksmeister werden. Die 1. Damen-Mannschaft (Sigrid Hörauf, Heidi Offterdinger, Christa Kaldschmidt, Leokatja Summer, Edeltraud Schuppe) diesen Titel im Jahre 1968 erringen.

Da die TA, die bei der Übernahme der Abteilungsleitung durch Dr. Hans Brunschilk im Spätherbst 1955 nur 38 Mitglieder zählte, ab 1956 aus finanziellen Gründen immer mehr neue Mitglieder aufnehmen
mußte, stieg der Personalstand der TA im Frühjahr 1970 auf 180 Mitglieder, davon 45 Jugendliche, an.Für diesen Spielerkreis war die vorhandene 3-Plätzeanlage viel zu klein, deshalb entschloß sich Abteilungsleiter Frank Trenkner einen 4. Platz errichten zu lassen. Mit Genehmigung des Abteilungsausschusses und mit Unterstutzung der Vereinsleitung wurde das Projekt schon Anfang 1970 in Angriff genommen. so daß der neue Platz bereits am 28. 04. 1970 im Rahmen einer Feier für den Spielbetrieb freigegeben werden konnte.
Aufgrund einer intensiven Sport- und vor allem Jugendarbeit begann ein sportlicher Höhenflug der TA, der zu überregionaler Bedeutung innerhalb des BTV führte. Dieser sportliche Höhenflug brachte 1973 unserer Junioren-Mannschaft (Rudi Häusler jun., Thomas Marschner, Raimund Minderer, Johannes Prestel, Willi Summer jun., Stefan Ziegler) und unserer Mädchen-Mannschaft (Bettina Häusler, Beate Reff, Gerda Rösner, S. Kronester, Susanne Wittig) die Meisterschaft im Bezirk Oberbayern. 1974 errangen unsere Mädchen sogar die südbayerische Meisterschaft und 1976 wurden die Juniorinnen Bettina Häusler, Eva Schoeneich, Schulz, Anja Johannsen, Gerda Rösner, Beate Reff, Meister im Bezirk Oberbayern.
Herausragend gilt jedoch der Aufstieg unserer 1. Damenmannschaft (Bettina Häusler, Sigrid Hörauf, Christine Peterhans, Leokatja Summer, Sigrun Schoeneich, Ulrike Schömig, Sigrun Schönstein) 1977 in die Oberliga (höchste deutsche Spielklasse für Damen) wie auch die Erringung der südbayerischen Meisterschaft durch unsere Juniorinnen. 1978 konnten die gleichen Juniorinnen (Bettina Häusler, Anja Johannsen, Petra Kugler, Christine Peterhans, Ulrike Schömig, Beate Reff) sogar den Titel des bayerischen Meisters erringen.
Maßgeblichen Anteil an diesen Erfolgen hatte der 1. Sportwart Rudolf Häusler sen. Der Boom, den der Tennissport in den 70er Jahren erlebte, machte auch vor unserer TA nicht halt. Daher entschloß sich Abteilungsleiter Jochen Eulitz in Zusammenarbeit und mit erheblicher Unterstützung des Vereins, mit den Gemeinden Neubiberg und Ottobrunn und auch der evangelischen Kirchengemeinde Ottobrunn die Platzanlage an der Jahnstraße völlig neu zu gestalten und von 4 auf 6 Plätze zu erweitern. Am 30. April 1977 wurde in Anwesenheit der Bürgermeister von Neubiberg und Ottobrunn sowie Vertretern der Vereinsleitung und des BTV die neue Anlage feierlich zum Spielbetrieb freigegeben. Damit waren die Platzmöglichkeiten an der Jahnstraße völlig ausgenutzt.
Sowohl die sportliche als auch die gesellschaftliche Entwicklung der TA wurde Anfang 1979 einschneidend negativ beeinflußt. Neu hinzugezogene Nachbarn fühlten sich durch die damals schon nahezu 50 Jahre bestehende Tennisanlage lärmmäßig belästigt. In einer Vielzahl von Verhandlungen und Terminen beim Bayerischen Verwaltungsgericht mußten wir uns schließlich eine Spielzeitbeschränkung morgens und abends auferlegen lassen, auch die Rückwärtsbelegung einführen. Die seit 1982 geltenden Spielzeiten wurden im gerichtlichen Vergleich vom 8. 3. 1983 endgültig festgeschrieben. Besonders schmerzlich ist das Spielende 20.00 Uhr, was zum Austritt einiger Mitglieder führte und vielen Spielern und Spielerinnen den abendlichen sportlichen Ausgleich nicht mehr ermöglicht. Der sportliche Höhenflug der 70er-Jahre konnte sich in den 80er-Jahren leider nicht fortsetzen.
Doch die Senioren (Alfred Bein, Fred Eichleitner, Rudolf Häusler sen., Wilfried Mahler, Ruppert Reff, Willi Summer) erkämpften sich 1981 den Aufstieg in die Bezirksliga. 1983 trat unsere neue Seniorinnen-Mannschaft (Renate Kugler, Gerda Rösner, Leokatja Summer, Lotti Marschner, Helga Maurer, Helga Litsch, Inge Huber) in der Bezirksliga an und behauptete sich sehr gut.
Seit 1986 steht eine Jungsenioren-Mannschaft (Thomas Kellermann, Gerhard Schlegel, Dr. Jörg Pötke, Peter Bohata, Heinz-Jörg Beckmann, Peter Marschner, Ludwig Hattenkofer, Rudolf Häusler jun., Peter Mayerhofer, Jürgen Böhm) im Einsatz, stieg drei Mal in Folge auf und spielt seit 1988 in der Bezirksliga. Die erfolgreiche Jungseniorenmannshaft spielte von 1989 bis 1994 in der Bezirksliga und gehörte somit zu den 15 besten Mannschaften in Oberbayern.
In der Sitzung am 10. 6. 1983 beschloß die Abteilungsversammlung das neue Abteilungsstatut, das die Kompetenzen der Abteilungsleitung stärkt. Heute, nach 9 Jahren, kann gesagt werden, daß es sich in der Praxis gut bewährt. In der damit begonnenen Ära des Abteilungsleiters Rudolf Marschner wurde vor allem Wert gelegt auf Verbesserungen an Anlage und Clubhaus. So wurden der Zaun erneuert, eine Holzschutzwand mit Schuppen errichtet, der Weg zu den Plätzen gepflastert, ein Vordach erstellt und im Sitzbereich Platten verlegt. Das Clubhaus erhielt neue Fenster und Eingangstür, die Decke wurde mit Holz verkleidet, der Boden mit Steinfliesen belegt und schließlich Küche, Duschen und Toiletten umgebaut.

Die mit K. Erlacher, D. Mähler + T. Koch nochmals aufgerüstete Mannschaft musste allerdings
einige Klippen umschiffen, bis der Aufstieg ungeschlagen perfekt gemacht werden konnte: Gegen Angstgegner Kolbermoor
stand es wieder mal 3-3 nach den Einzeln, im Gegensatz zu den beiden letzten Jahren hatte unsere Mannschaft diesmal das
günstigere Ende für sich. Beim Aufstiegsspiel gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellennachbarn Gröbenzell herrschte
grosse Personalnot und in Burghausen wurde es mit einer mutigen Doppelaufstellung doch noch einmal spannender als gewünscht. Letztendlich aber: Ende gut, alles gut.
Landesliga - wir kommen !
Mannschaft:C. Prell (MF), K. Erlacher, H. Hauska, D. Mähler, C. Zölzer, R. Henning, H. Schaaf, H. Wallek, T. Koch, A. Werner
2009 Mit finanzieller Hilfe des Hauptvereins wurde an unserem Vereinsheim fleißig gebaut.
Die Umkleidekabinen wurden renoviert und mit neuen Duschen ausgestattet. Eine Solaranlage sorgt für warmes Wasser und unterstützt die neue Heizung.
Auch sportlich war es ein erfolgreiches Jahr. Bei den Erwachsenen gab es 3 zweite Plätze und keinen Abstieg. Und bei den Jugendlichen
gratulieren wir den Bambini 1 und den Juniorinnen zum Aufstieg.
2010 Mit Beginn des neuen Jahres nahm unser neuer Wirt -Luigi Favarin- seine Tätigkeit auf. Gleichzeitig wurde die Küche renoviert und die Schankstelle erneuert.
Anfang Mai starten wir mit 12 Erwachsenen- und 5 Jugendmannschaften in die Verbandsspielsaison.
Aktuell zählt die Tennisabteilung 310 Mitglieder. Davon sind 200 Erwachsene und 110 Jugendliche.
Durch regelmäßiges Training und interne Turniere wird eine gezielte Jugendförderurig betrieben.
So blicken wir mit Optimismus in die Zukunft.
Der Verein und die TA werden alles daransetzen, daß der geliebte Tennissport auf unserer schönen Anlage noch lange betrieben werden kann.